Ursprung

Der Ursprung der SEEGESELLSCHAFTEN geht zurück auf die 1889 gegründete "Kalk- und Cementfabriken Beckenried Actiengesellschaften". 1920 übernahmen die Jura-Cement-Fabriken Aarau das Aktienkapital der nachmaligen Kalk- und Steinfabrik AG, Beckenried, die in der Herstellung von hydraulischem Kalk, Weisskalk und Kalksandsteinen tätig war.

Standortbedingt wurde die Produktion nach rund 80-jähriger Tätigkeit im Jahre 1971 eingestellt. Mit der Übernahme der Kalk- und Steinfabrik AG, Beckenried, im Jahre 1920 legten die Jura-Cement-Fabriken indessen den Grundstein zur Bildung der heutigen SEEGESELLSCHAFTEN.



Die SEEGESELLSCHAFTEN sind in der Agglomeration Luzern sowie in den Kantonen Ob- und Nidwalden ein führender Anbieter von qualitativ hochstehenden Transportbeton-, Sand- und Kiesprodukten. Dank den leistungsfähigen und technisch aktuellen Produktionsanlagen, den langfristig gesicherten Kiesvorkommen und der motivierten, langjährigen Belegschaft sind sie in der Lage, im heutigen schwierigen Markt erfolgreich zu arbeiten.

Die SEEGESELLSCHAFTEN gehören zu der JURA-Holding, mit Sitz in Aarau. Seit November 2000 gehört die JURA-Holding zum irischen Baustoffkonzern CRH plc (Cement Roadstone Holding) mit Sitz in Dublin.


Gruppenfirmen

1933 wird die "AG Seeverlad" in Horw gegründet. Sie erwirbt in Ennethorw rund 24'000 m2 Land mit Seeanstoss. 1941 wird die Firmenbezeichnung in Sand + Kies AG geändert. 1950 wird der Firmensitz nach Luzern verlegt, die Produktionsstätten bleiben aber in Horw.

Ins Jahr 1933 fällt auch die Gründung der Sand + Kies AG Alpnachstad. Sie erwirbt am oberen Ende des Alpnachersees rund 100'000 m2 Riedland und nimmt 1943 ihre Baggertätigkeit auf.

1961 ist das Gründungsjahr der Transportbeton AG Luzern. Unter Mitbeteiligung des ortsansässigen Baugewerbes wird auf dem Werkareal der Sand + Kies AG Luzern in Ennethorw eine der ersten Transportbetonfabriken der Schweiz erstellt.

1967 erfolgt der Anschluss der bereits seit der Jahrhundertwende betriebenen Seebaggerei im Buochser Seebecken. Mit der daraus hervorgegangenen WABAG Kies AG mit Sitz in Beckenried und Zweigniederlassung in Buochs wird die Rohmaterialbasis der SEEGESELLSCHAFTEN wesentlich verstärkt.

1999 wird die BOW-Betonwerk Obwalden AG, Alpnach, mit Produktionsstandort bei der Sand + Kies AG Alpnachstad in Niederstad gegründet.


Entwicklung

Die steigende Konjunktur in den Sechzigerjahren stellt an die Leistungsfähigkeit der SEEGESELLSCHAFTEN hohe Anforderungen. Schrittweise werden die Produktionsanlagen erweitert:


1957 wird im Alpnachersee eine neue Greiferbaggeranlage erstellt.

1969/70 erfolgen der Bau einer neuen Kiesumschlagstelle mit Betonfabrik in Niederstad.

1972/73 werden die Anlagen in Horw von Grund auf erneuert. Die Transportbeton AG Luzern erstellt eine der grössten Transportbetonfabriken der Schweiz mit insgesamt vier Betonmischern.

1972/73 baut die WABAG Kies AG die früher erworbene Saugbaggeranlage zu einer modernen Greiferbaggeranlage um.

1988 werden die Transportbetonwerke in Horw und Alpnachstad mit Mikroprozessorensteuerungen ausgerüstet.

1993 erfolgt nach rund 20-jährigem Betrieb die Gesamtrevision der Baggeranlage in Risleten.

1993/94 werden in Horw die Freilager am See durch Vollausbau des unterirdischen Bandkanals und Bau eines von der Betonfabrik unabhängigen Kiesverlads rationalisiert.

Anfangs 1999 wird die Produktionskapazität der Transportbeton AG Luzern zur Belieferung der Grossbaustelle A2/6 Luzern-Kantonsgrenze LU/NW durch den Einbau eines neuen 3 m3-Mischers auf eine Stundenleistung von 330 m3 erhöht. Gleichzeitig wird der Fuhrpark um vier Einheiten auf insgesamt zehn Lastwagen erweitert.

Mitte 1999 wird ein neu erstelltes Industriegleis, das ab Luzern/Allmend bis zu den Werkanlagen in Ennethorw führt, in Betrieb genommen. Seither wird der Zement für die Transportbeton AG Luzern auf dem Schienenweg zugeführt.

Seit 2000 sind die Betonaktivitäten der Sand + Kies AG Alpnachstad, und der Bau AG, Alpnach, in der neu gegründeten BOW-Betonwerk Obwalden AG, Alpnach, zusammengefasst. Die BOW hat ihren Produktionsstandort im Betonwerk Niederstad der Sand + Kies AG Alpnachstad.

Im ersten Halbjahr 2000 baut die Transportbeton AG Luzern ein neues Prüflabor, und die WABAG Kies AG erweitert ihre Schiffskapazität durch den Bau eines neuen Silo-Selbstentladeschiffes, Nutzlast 740 Tonnen, auf über 2000 Tonnen.

2003 erfolgt in Horw und Alpnachstad der Einbau der neuen Dispositionssysteme und Produktionssteuerungen sowie die Vernetzung mit den anderen Betriebsstandorten der SEEGESELLSCHAFTEN. Damit wird die Grundlage geschaffen, um ab 2004 Beton nach der neuen EN-Norm herzustellen.

2004 erteilt der SÜGB Schweizerischer Überwachungsverband für Gesteinsbaustoffe an die Betonwerke Horw und Alpnachstad das Zertifikat mit der Bestätigung der Konformität zur Herstellung von EN-Betonen.

2006 erteilt der SÜGB Schweizerischer Überwachungsverband für Gesteinsbaustoffe an das Betonwerk Malters das Zertifikat mit der Bestätigung der Konformität zur Herstellung von EN-Betonen.

2006 erteilt der SÜGB Schweizerischer Überwachungsverband für Gesteinsbaustoffe der WABAG Kies AG das Zertifikat mit der Bestätigung der Konformität zur Herstellung von Gesteinskörnungen für Beton.

2009 erteilt der SÜGB Schweizerischer Überwachungsverband für Gesteinsbaustoffe der Sand + Kies AG Luzern das Zertifikat mit der Bestätigung der Konformität für Gesteinskörnungen/ungebundene Gemische.

2009 schliesst sich die Sand + Kies AG Alpnachstad mit der Sand + Kies AG Luzern zusammen. Das Werk in Niederstad wird als Betriebsstätte Alpnachstad der Sand + Kies AG Luzern weitergeführt. 

2010 wird die Seebaggeranlage im Alpnachersee nach 63 Jahren demontiert. Die Pontons sind künftig für mobile Einsätze auf dem See vorgesehen. 

2010 werden wesentliche Aufgaben und Funktionen der Gesellschaften in der JURA Gruppe vereinheitlicht und zusammmengelegt. Neu wird die Organisation in funktionale Bereiche gegliedert.